Donnerstag, 25. September 2008

Ich hab einen Plan, den ich nicht einhalten kann

 

 

Ich habe das Problemchen, dass ich ich mir immer wieder zu viel vornehme. Und das Ende vom Lied: Ich schaffe es nicht, das zu tun, was ich mir vorgenommen habe, unzwar aus dem Grund, dass es schlicht und einfach zu viel ist, was ich von mir erwarte.

Zum Beispiel nehme ich mir vor zwei Mal in der Woche zum Sport zu gehen, ins Fitnessstudio. Zudem plane ich ein, jeden Morgen mit Yoga in den Tag zu starten. Für abends setze ich mir dann noch das Ziel, vorm Schlafen gehen, Situps zu machen. So, das klingt doch schon mal höchst sportlich, nicht wahr?

 

Das klingt zwar toll, aber es ist einfach, wie ich feststellte, unrealisierbar. Ich mache eine Ausbildung, die mich sehr in Anspruch nimmt, zusätzliche jobbe ich nebenbei noch, was das Zeug hält. Und wenn ich dann noch frei habe, dann habe ich beim besten Willen keine Lust, mich jedes Mal zum Sport zu zwingen.

Dann bin ich natürlich total enttäuscht von mir selber, wenn ich mir abends nur noch wünsche, mich mit einem guten Buch ins Bett oder in die schaumige Wadewanne zu legen und einfach nur zu entspannen….

 

Ich fürchte, ich sollte mich mal weniger unter Druck setzen… aber wie? Ich will immer so viel, ich verlange sehr viel von mir selber, und außerdem erwarte ich immer, dass alles ganz schnell umgesetzt wird… Das ist schon ein wenig belastend…

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Autor: Anna
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Mittwoch, 24. September 2008

Ich bin wie eine Kummerkasten-Tante

 

 

Unter meinen Freunden bin ich diejenige, die immer für alle da ist. Ich bin es, die man anruft, wenn man Kummer und Sorgen hat. Mit mir kann man immer sprechen, egal worum es geht. Dafür bin ich in unserem Bekanntenkreis wirklich sehr bekannt. Ich habe immer Verständnis, gebe grandiose Ratschläge. Mein offenes Ohr und mein wacher Verstand schafft mir viele Freunde…. Freunde - ein Wort, was wirklich eine Definitionsfrage ist. Ich bin für all die Menschen, die mich bei Problemen verständigen, eine gute Freundin. Aber was sind diese Menschen für mich? Ich würde sie nicht anrufen, wenn es mir mal schlecht geht. Zumal ich manchmal auch den Eindruck habe, dass es für gewisse Personen nahezu unvorstellbar ist, dass ich, die Kummerkasten Tante, auch mal selber ein Problem hat, worüber sie sich den Kopf zerbricht.

 

Ich war schon in der Grundschule immer diejenige, die alle getröstet hat. Ich weiß auch nicht, woran das liegt, aber irgendwas scheine ich auszustrahlen, dass die Leute mir so sehr vertrauen.

Meine Mutter hat mal ein Geburtshoroskop für mich erstellen lassen, und selbst das hat daraufhingewiesen, dass ich im Laufe meines Lebens vielen Menschen helfen werde, dass ich es zu einer Art "Berufung " werden lasse.

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Autor: Anna
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Freitag, 19. September 2008

Mein Kummer bereitet mir Appetitlosigkeit

 

 

Ich bin eigentlich immer eine junge Frau gewesen, die richtig viel Spaß am Essen hatte. Gerne hab ich Obst. Gemüse, Fleisch, aber auch Schokolade, Eis, Torten und vielerlei Süßes zu mir genommen! Essen an sich ist für mich etwas Schönes gewesen -allerdings habe ich auch immer das richtige Maß gefunden, und wusste, wann ich aufhören musste, es sei denn, ich hätte vor gehabt, ein paar Kilo mehr auf die Waage zu bringen.

 

Tja, leider bin ich heute nicht mehr so. Ein Mann hat mich dermaßen enttäuscht, dass es mir absolut den Appetit verschlagen hat. Wir hatten eine Affäre, die aufregender kaum hätte sein können. Sexuell hat alles gestimmt, ich Zwilling, er Waage. Es war eine absolute Erfüllung.

Für ihn war das Sexuelle alles, was ihn an mir reizte. Für mich war es von Anfang an mehr.

Er hat vor kurzem die Affäre mit mir beendet - er hat seine Traumfrau kennen gelernt. Er hat sich bis über beide Ohren verliebt. Seitdem er mir diese Botschaft überbracht hat, habe ich keinen Spaß mehr. Ich kann nicht mehr essen, ich muss mich regelrecht dazu zwingen!

 

Und das alles für einen Mann, mit dem von Anfang an keine gemeinsame Zukunft abzusehen war! Ich bin gekränkt und sehr traurig.

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Autor: admin
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Donnerstag, 18. September 2008

Ich mag mich nicht mehr leiden

 

 

Mein Selbstbewusstsein ist im Keller. Ich frage mich, wie es dahin gekommen ist, weil ich vor gar nicht so langer Zeit mal ziemlich selbstsicher war, auf Menschen zugehen konnte. Es war mir ganz egal, was die Menschen von mir denken. Es hat mich nicht interessiert, wer mich mag, und wer nicht. Ich habe in den Tag gelebt, nach meinem Herzen gehandelt. Zu viele Gedanken habe ich mir nicht über das Leben gemacht, sondern ich habe gelebt, anstatt mir Sorgen zu machen.

 

Seit kurzer Zeit ist das aber alles anders gekommen. Ich fühle mich nutzlos, klein, und gar nicht schön. Ich kannte es vorher nicht, mich nicht selber zu lieben. Immer habe ich mich gemocht, war nett zu mir, habe auf mich und meinen Körper aufgepasst wie auf ein kleines Baby, was mich braucht. Und jetzt? Jetzt lasse ich mich gehen. Wäre mein Körper wirklich mein Baby, dann würde es völlig verwahrlosen. Ich pflege mein Baby nicht, ich bin nicht nett zu ihm, ich bestrafe es, wenn es Fehler macht. Ich schimpfe nur noch mit ihm. Habe keinen Respekt vor ihm.

 

Verdammt noch mal, ich hoffe, dass ich das bald wieder in den Griff bekomme. Mein Singlehoroskop sagt, ich muss dringend offensiver werden. Mein Liebeshoroskop meint es auch nur dann gut mit mir, wenn ich endlich aus meinem Schneckenhäuschen herauskomme und wieder anfange, mich selber zu lieben.

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Autor: Anna
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Mittwoch, 17. September 2008

Mein Traummann findet meine Freundin toll

 

 

Eins vorweg: Bisher hatte ich immer nur Pech mit den Männern! Die Männer, die ich kennen lerne, sind grundsätzlich nichts für mich, vergeben, schwul, trauern ihrer Ex-Freundin hinterher, wohnen mit Mitte 20 noch zu Hause, haben schon ein Kind, oder besitzen nicht den Hauch einer Intelligenz.

Soviel dazu.

 

Ich habe mich vor kurzem verliebt. Mit meiner Freundin zusammen habe ich auf einer Party einen Typen kennen gelernt, der mir auf Anhieb nicht sympathischer hätte sein können. Ich fand ihn so toll, dass ich ihn direkt nach seiner Telefon-Nummer gefragt habe. Er hat sie mir gegeben. Ich habe ihn angerufen. Wir haben uns getroffen.

Ich hatte das schönste Date meines Lebens. Er war witzig, intelligent, charmant, wunderschön, gebildet, belesen, hatte "Pfeffer im Hintern", konnte sich wunderbar ausdrücken und er hat ungefähr die schönsten braunen Augen, die ich bis zu dem Zeitpunkt gesehen hatte.

 

Das Date machte dann aber leider einen sehr unschönen Wendepunkt.

Er hat mir gestanden, dass er sich für meine Freundin interessiert. Ich kann es nicht fassen. Ich finde einen Mann so derartig toll und dann passiert mir so etwas. Wieso passiert immer mir so etwas? Wieso kann nicht einmal etwas klappen? Vielleicht sollte ich mich demnächst lieber in eine Frau verlieben. Vielleicht habe ich da mehr Glück.

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Donnerstag, 11. September 2008

Unsere Liebe war doch vergänglich

 

Mir ist so langweilig in meiner Beziehung. Ich bin mit meinem Freund nun fast ein Jahr zusammen. Und ich habe das Gefühl, dass die Luft einfach raus ist. Es ist langweilig, nur noch langweiliger Alltag. Das, was ich niemals habe wollte, habe ich nun doch. Lange habe ich mich gewehrt, eine Beziehung einzugehen, unzwar aus dem Grund, dass ich Angst hatte, dass es irgendwann eine völlig gewöhnliche Beziehung sein wird, die zu Grunde geht, weil Alltag eingekehrt ist. Davor hatte ich immer Angst.

Ich habe mir immer gewünscht, mit jemandem zusammen zu sein, mit dem ich mich nicht wirklich langweilen kann, weil wir uns so viel zu sagen und zu geben haben, dass immer eine gewisse Spannung da sein wird.

 

Bei Emil, meinem Freund, hatte ich anfangs das Gefühl, dass es etwas Besonderes ist, was uns verbindet. Er ist Waage, ich bin Wassermann. Am Anfang unserer Beziehung habe ich mir gleich ein Liebeshoroskop  angesehen. Was dabei heraus kam, war wunderbar und ich habe wirklich geglaubt, dass uns nun nichts mehr im Wege steht.

Doch jetzt sehe ich, dass es vergänglich war. Vor Vergänglichheit habe ich mein ganzes Leben schon Angst.

 

Das Leben geht so schnell vorbei. Die Dinge verlieren ihren Wert und ich finde es so schade, und so traurig. Ich habe das Gefühl, dass die Liebe auch vergangen ist.

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Autor: Anna
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Mittwoch, 10. September 2008

Ich sehne mich nach wahrer Liebe

 

 

Ich habe die Nase gestrichen voll davon, Single zu sein. Ich habe kein Interesse mehr daran, dass ich mit Männern One Night Stands, Affären, Freundschaften, offene Beziehungen, Romanzen, oder was weiß ich noch was alles anfange.

Eine Zeit lang hat mir das gefallen, es hat mir gereicht, mit Männern Zeit zu verbringen, Sex zu haben, und vor allen Dingen keine Verpflichtungen eingehen zu müssen.

Ich wollte frei sein.

 

Aber jetzt ist alles anders gekommen. Ich spüre, dass es Herbst wird - ja, ich habe sogar das Gefühl, dass es in großen Schritten auf Weihnachten zugeht. Die kalte Jahreszeit. Ich wünsche mir gerade so doll, dass ich mich verliebe. Ich möchte eine feste Beziehung, einen festen Freund, der mich liebt, mir Geborgenheit schenkt. Ich habe Sehnsucht nach Liebe.

Ich habe gedacht, dass ich ewig so weiter machen könnte wie noch vor ein paar Wochen - ich habe es genossen, viele Dates zu haben, viele verschiedene Männer kennen zu lernen, spannende Erfahrungen zu machen und ja, auch Abenteuer mit ihnen zu erleben.

 

So ist es aber nicht mehr. Ich kann mir nicht direkt erklären, woran es liegt, aber gerade reizt mich das alles gar nicht mehr. Ich hab keine Lust mehr, Single zu sein und aus irgendwelchen übersinnlichen Gründen denke ich auch, dass mir bald jemand über den Weg laufen wird, der mein Herz berühren wird…

 

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Autor: Anna
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Dienstag, 2. September 2008

Mein Tageshoroskop sagte mir die Liebe des Lebens voraus

 

 

Vor einiger Zeit habe ich mir bei  Questico mein Tageshoroskop angesehen. Eigentlich mehr oder minder aus Spaß. Doch das, was dabei heraus kam, war wirklich verblüffend: Das Horoskop hat mir genau das vorausgesagt, was an jenem Tag dann auch passiert ist.

 

Auf dem Weg zum Tanzunterricht hatte ich einen kleinen Fahrradunfall. Ich habe Hilfe von einem jungen Mann aus einer italienischen Pizzeria bekommen. Pablo. Ich habe mich sofort in seine so strahlenden dunklen Augen verliebt. Nachdem er mir geholfen hat, den kaputten Fahrradreifen zu flicken, hat er mich auf eine leckere Pizza und ein Glas Cola eingeladen. Wir hatten jede Menge Spaß, haben zusammen gegessen, geredet, gelacht. So viel Spaß hatte ich schon lange nicht mehr. Einen Menschen quasi nicht zu kennen und so viel mit ihm gemeinsam zu haben - Wow, das kannte ich noch nicht. Es war ein ganz, ganz aufregender, besonderer Tag in meinem Leben.

 

Mittlerweile ist dies ein paar Monate her. Pablo und ich sind ein Paar. Seitdem wir uns das erste Mal gesehen haben, wussten wir beide, dass es etwas gibt, was uns für immer verbinden wird. Klingt wie im Film, oder? Aber es ist die Realität.

Dass die Realität so schön sein kann, das habe ich niemals für möglich gehalten. Ich hatte aufgehört, an die Liebe zu glauben. In meinem Tageshoroskop stand, dass ich am besagten Tag auf einen Menschen treffen werde, der mir zeigen wird, dass die Liebe etwas ist, woran man glauben kann.

Ich bin immer noch völlig verblüfft über das, was passiert ist.

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Montag, 1. September 2008

Ich bin maßlos enttäuscht

 

 

Ich bin maßlos enttäuscht, wütend, traurig. Es gibt sicherlich noch mehr Begriffe für das, was ich gerade empfinde. Aber was bringt es euch und mir, sie aufzuschreiben?

 

Ich habe seit kurzer Zeit ein Verhältnis mit einem Mann, mit einem Zwilling. Unsere Beziehung ist nicht nur rein sexuell, wir verstehen uns toll, und ich verbringe sehr gerne Zeit mit ihm. Er ist flatterhaft und sprunghaft. Wir haben nicht miteinander darüber gesprochen, was wir sind - warum? Tja, weil ich zu feige bin? Weil er zu feige ist? Weil er sich nicht binden will. Was weiß ich. Momentan weiß ich nicht viel. Um nicht zu sagen "Ich weiß überhaupt nichts".

 

Er bekommt über das Wochenende Besuch. Von einer "Freundin". Sie bleibt über Nacht. Und ich weiß auch schon, wo sie schlafen wird: Mit ihm zusammen im BETT! Na, Herzlichen Glückwunsch.

Ich habe die Vermutung, dass sie miteinander schlafen werden. Sie ist blond. Und ich bin enttäuscht.

 

Warum verletzt mich das so? Wieso kann es mir nicht einfach egal sein? Ich habe ja keine Beziehung mit dem besagten Mann. Ich habe kein Recht, verletzt zu sein und eifersüchtig erst recht nicht. Aber ich bin es. Und es tut mir weh. Ich habe Gefühle für ihn, und was ich nicht habe, ist der Mut, um mit ihm darüber zu sprechen. Ich fühle mich ratlos, hilflos, klein und traurig. Ach, und außerdem ausgenutzt! Ich habe das Gefühl, dass er mich jetzt einfach ersetzt. Und das kann und will ich nicht ertragen!

 

Aber was, zum Teufel, soll ich sonst tun?

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Autor: Anna
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