Samstag, 13. Dezember 2008

Ich habe ein Buch geschenkt bekommen, welches den Titel "Lieben heisst, die Angst verlieren". Meine Mutter hat es mir geschenkt, weil sie mich sehr, sehr gut kennt, wie kaum jemand anders, und weil sie weiß, dass ich große Angst vor Gefühlen habe. Ich habe angefangen, das Buch zu lesen, und ich glaube, dass ich schon jetzt verstanden habe, was ich ändern muss, wenn ich Liebe empfinden möchte, wenn ich ein zufriedenes und erfülltes Leben führen möchte.
In dem Buch geht es nicht grundlegend um die Liebe, die in einer Beziehung zwischen Mann und Frau entsteht. Es geht vor allen Dingen auch darum, dass man sich selber lieben muss, um andere lieben zu können. Eigentlich sehr logisch, aber dieses Buch beschreibt das ganze Dilemma der Selbstzweifel sehr einleuchtend. Einen Spruch, der in dem Buch erwähnt ist, habe ich mir besonders zu Herzen genommen: "Dieser Augenblick ist die einzige Zeit, die es gibt"
Das klingt auch so plausibel. So plausibel, dass man im Alltag gar nicht von alleine daran denkt. Man lebt oft schon in der Zukunft, aber nicht in der Gegenwart. Man nutzt nicht den Augenblick, der gerade zum Greifen nah ist. Oft ist man schon einen Schritt voraus. Doch im Grunde bringt das überhaupt nichts. Das mag esoterisch klingen, aber ich glaube, dass man sein Schicksal mit positiver Kraft durchaus beeinflussen kann. Man muss nur im Hier und Jetzt damit anfangen, und nicht nur an Zukunftsdeutung denken.
Robert Walser hat mal gesagt, dass eine Zukunft ohne eine Gegenwart gar nicht existiert. Und wie Recht er damit hat… Wahnsinn, ich habe so viele neue Erkenntnisse gewonnen, seitdem ich in meinem neuen Buch blättere. Meine Mutter hatte, wie so oft, genau das richtige Gefühl, was das richtige Geschenk für mich sein könnte