Mittwoch, 10. Dezember 2008

Manchmal denke ich, dass ich der einzige Mensch auf der Welt bin, der auf die Art und Weise denkt, wie ich es tue. Ich bin verletzt, ich fühle mich allein, allein gelassen von allen Menschen, die ich liebe und schätze. Ich hab das Gefühl, dass niemand mir helfen kann, sondern, dass ich die einzige bin, die mir helfen kann, weil mich ja sonst niemand versteht. Ich weiß nicht, ob dieser Text ansatzweise das ausdrückt, was ich sagen möchte. Ich hab die Befürchtung, dass ich mich nicht einmal richtig artikulieren kann.
Ich habe mich mit meiner Mutter gestritten, mein Freund möchte mich erstmal eine zeitlang nicht sehen, weil er sagt, ich würde ihn runterziehen mit meiner negativen Art. Dazu kommt, dass meine beste Freundin gerade für 6 Monate in den USA ist. Ich weiß, mir würde es besser gehen, wenn ich sie sehen könnte, sie würde mich in den Arm nehmen, mich mit ihrer fröhlichen Art auf andere Gedanken bringen und mir zeigen, dass das Leben auch schön sein kann. Dass nicht nur alles so schlecht ist, wie es manchmal scheint, und dass es immer irgendeinen Sinn macht, wieso die Dinge geschehen, wie sie geschehen.
Ich vermisse meine Freundin. Ich glaube, ich werde ihr gleich eine ganz lange Email schicken, die all meine Sorgen und Probleme mal im Schriftform fasst und damit ist bestimmt schon mal ein Teil meiner Last abgenommen. Zumindest ist das meine Hoffnung. Ich freue mich dann schon auf die Antwort meiner Freundin.
Ich muss einfach lernen, an das Gute im Leben zu glauben. Nicht immer gleich Angst bekommen, wenn etwas passiert, was mir nicht passt, sondern es annehmen und das Beste daraus machen…