Freitag, 18. Juli 2008

Was sieht der Astrologe im Horoskop?

Horoskopdeutung ist Wissenschaft und Kunst zugleich. Wie Sie auf den vorhergehenden Seiten gesehen haben, gibt es eine Vielzahl von Einzel-Elementen, die ein solches Radix-Horoskop prägen.

 

 
Der Astrologe schaut bei einer Charakteranalyse zunächst nach den Sonnenzeichen, Mondzeichen und Aszendent, um sich dann den Elementen (Feuer, Wasser, Erde, Luft) und Qualitäte (kardinal, fix, beweglich) zu widmen. Schon diese Betrachtung zur Bildung eines Horoskops ist schwierig, denn nicht selten widersprechen sich einzelne Aspekte, so wie ja auch der Charakter eines jeden Menschen Widersprüche aufweist. Das kennen Sie von sich als die berühmten "zwei Seelen in einer Brust". Ein geübter Astrologe ist in der Lage zu erkennen, welche Aspekte stärker bzw. dominanter sind als andere und sich im Charakterbild durchsetzen.

 

 
Viele Astrologen haben in Ihrem Leben tausende oder sogar zehntausende verschiedene Radix-Zeichnungen gesehen und können schon aus der optischen Anmutung viele Schlüsse intuitiv ziehen, so wie ein geübter Chirurg auch auf einem Röntgenbild sofort krankhafte Einflüsse sieht, die ein Laie erst mühsam suchen müsste.

 

 
Ein Astrologe erkennt also sämtliche wichtigen Charakteranlagen und gleicht diese nun ab mit der Realität. Das geschieht üblicherweise im persönlichen oder telefonischen Gespräch. Hier offenbart sich dann auch schnell, ob ein Ratsuchender seinen Anlagen entsprechend lebt oder nicht. Oft ist letzteres eine Ursache für Lebensprobleme. Wer anders lebt (oder anders zu leben gezwungen ist), als es in seinem Charakter angelegt ist, kann es in seinem Leben ziemlich schwer haben.

 

 
Astrologische Lebensberatung kann aber auch helfen, wenn es in der Partnerschaft Probleme gibt. Ein Beispiel: Eine Frau konsultiert einen Astrologen, weil ihr Mann häufig unehrlich ist und sie in diversen Fragen des Lebens belügt. Der Astrologe betrachtet das Horoskop des Mannes und stellt beispielsweise fest, dass der Mann Fisch ist und das Horoskop eine Betonung im 12. Haus hat. Solche Menschen sind oft sehr labil, verschlossen und geheimnistuerisch – andererseits aber auch außerordentlich kreativ. Es fällt solchen Menschen einfach schwerer, ehrlich zu sein, als zum Beispiel ein geradliniger Stier. Durch diese Analyse kann die Frau Verständnis für ihren Mann entwickeln und ihm seine Ausflüchte leichter verzeihen. Vielleicht werden ihr sogar die positiven Aspekte aufgezeigt, nämlich die Kreativität des Mannes.

 

 
Aber ein Astrologe schaut nicht nur zurück, sondern auch nach vorne. Indem er das Geburtshoroskop in die Zukunft "weiterdreht", kann er für jeden beliebigen Zeitpunt nachschauen, unter welchem Planeteneinfluss er jeweils steht. Manche Planeteneinflüsse zeigen an, dass wir "durchgeprüft" werden, andere wiederum schenken uns Liebesglück und Erotik, wieder andere wirken verlangsamend und behindernd; ein Astrologe kann uns vorhersagen, wann wir wie bestrahlt sind und wie wir positiv damit arbeiten können.

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Freitag, 18. Juli 2008

Geschichte der Astrologie

WAS IST ASTROLOGIE?

 
Astrologie versucht aus dem Zusammenhang von Geburtsort und -zeitpunkt das charakterliche Wesen und das Schicksal eines Menschen zu bestimmen. Astrologen gehen davon aus, dass die Stellung der Planeten, Monde und Sonnen zum Zeitpunkt der Geburt eines Menschen die Charaktereigenschaften eines Menschen bestimmen oder zumindest beeinflussen. In vielen Kulturen lässt sich feststellen, dass astronomische Erscheinungen eine Faszination auf den Menschen ausübten und auch heute noch ausüben.

 

 
GESCHICHTE DER ASTROLOGIE
Der erste historisch nachvollziehbare Nachweis über die Astrologie datiert zurück ins 7. Jahrhundert vor Christi Geburt. In der Bibliothek des assyrischen König Assurbanipal (688- 626v.Chr.) fand man 70 Tontafeln mit etwa 1000 Vorhersagen (Omina), die aufgrund von Himmelsrichtungen erstellt wurden. Diese Vorhersagen betrafen aber noch keine Personen, sondern das Schicksal des Landes, wie zum Beispiel das Auftreten von Kriegen, Hungersnöten und Seuchen. Bis zum 6. Jahrhundert v.Chr. fand die mesopotamische Astrologie in Persien, Indien, China und Griechenland Eingang. Die Himmelskundigen Griechenlands und Mesopotamiens standen ab dem 5. Jahrhundert in engen Beziehungen.

 

 
Aus dem Jahre 409 v.Chr. stammt das älteste Individualhoroskop, das uns bekannt ist. Die noch heute praktizierte Unterteilung des Tierkreises in zwölf gleich große, je 30 Grad umfassende Abschnitte, stammt aus dieser Zeit. Es war etwa zu dieser Zeit, als griechische Ärzte begannen den Erfahrungsschatz der Astrologie für Diagnose und Therapie heranzuziehen. Auch griechische Philosophenschulen wie die Pythagorer und Stoiker übernahmen das astrologische Weltbild der Chaldäer und entwickelten es weiter. Heute nutzt man die Astrologie zur Charakteranalyse, zur allgemeinen Lebensberatung, aber auch zur Klärung historischer Ereignisse und Kursphänomenen an der Börse.

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